Ein bewusstes Selbst


Der Edle Achtfache Pfad

Hier werden wir ein bestimmtes Model aus der buddhistischen Tradition benutzen, um das bewusste Selbst zu erfahren. Buddha verbreitete die Lehren des sogenannten Edlen Achtfachen Pfades. Buddha lehrte, dass Achtsamkeit gegenüber jedem Aspekt des Edlen Achtfachen Pfades zu Freiheit vom Leiden führen würde. Dieser Weg wird traditionellerweise als die rechte Erkenntnis, rechte Gesinnung, rechte Rede, rechtes Handeln, rechte Anstrengung, rechter Lebenserwerb, rechte Sammlung und rechte Achtsamkeit beschrieben.
Die Arbeit mit diesem Modell ist sehr interessant. In den kommenden Monaten werden wir die verschiedenen Aspekte dieses Weges einen nach dem anderen untersuchen, allerdings mit einer leicht anderen Perspektive als der traditionell buddhistischen. Lassen Sie uns gemeinsam das Wort "recht" mit "bewusst" übersetzen. Lassen Sie uns in dem Bestreben zusammenarbeiten, bewusster zu werden, und in dem Glauben, dass das höhere Bewusstsein uns helfen kann, das Leid, das wir erfahren, zu lindern und der Welt größeren Frieden zu bringen.


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Bewusste Erkenntnis
Bewusstes Denken
Bewusste Rede
Bewusstes Handeln
Bewusste Anstrengung
Bewusster Lebenserwerb
Bewusste Sammlung
Bewusste Achtsamkeit.

Meditation zur freien Wahl


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Über jeder dieser Aspekte zu reflektieren bedeutet, herauszufinden, was dieser Aspekt für Sie persönlich bedeutet. Während man über jeden dieser Aspekte nachsinnt, beginnt man, sich selbst besser kennen zu lernen, mehr Bewusstsein ins eigene Leben zu bringen und klarer zu sehen, wie unbewusst die meisten unserer täglichen Erfahrungen sind.

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Bewusste Erkenntnis   [top]

Die Perspektive, aus der Sie die Welt sehen, bestimmt zu einem großen Maße, wie Sie die Welt erleben.  Es ist wichtig, sich darüber bewusst zu werden, wie Sie die Welt, sich selbst, andere Menschen und das Universum sehen. Unsere Sicht der Dinge ist gewöhnlich geprägt von dem, was uns beigebracht wurde, von unseren vergangenen Erfahrungen, unserer Familie, Kultur, Bildung, unseren eigenen Studien und Begegnungen mit Lehrern aller Art.

Bewusste Erkenntnis heißt, dass man beginnt, eine eigene Anschauung zu wählen, zu erkennen, dass man zu jedem gegebenen Augenblick die Wahl hat, wie man die Welt sieht und was einem passiert. Bewusste Erkenntnis bedeutet, eine Weltsicht zu wählen, die nicht nur aus unseren alten Konditionierungen entsteht, sondern auch aus neuen Informationen und erhöhtem Bewusstsein. Um dies zu ermöglichen, muss man seine derzeitigen Glaubenssysteme und die Art, wie sie entstanden sind, genau untersuchen. Wie sehen Sie sich selbst? Wie sehen Sie diese Welt? Wie ist diese Sicht entstanden? Werden Sie sich darüber klar.

Dann fangen Sie an, damit zu experimentieren, diese Sicht bewusst zu verändern. Nehmen Sie beispielsweise ein Urteil, das Sie fällen, und transformieren Sie es in eine einfache Beobachtung. ("Dieser Mensch benimmt sich unmöglich!" wird so vielleicht zur reinen Beobachtung "Dieser Mensch gibt niemandem seine Hand.") Nehmen Sie den Unterschied in Ihrer Energie wahr, wenn Sie einfach nur beobachten und wenn Sie bewerten. Als zweites suchen Sie eine Situation Ihres Alltags aus, die sie als bedeutungslos, trivial oder sogar langweilig empfinden, und schauen Sie, ob sie die Bedeutung und den Sinn darin erkennen können. Und finden Sie schließlich eigene Wege, Ihre Ansichten zu verändern.

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"Uppekha" ist ein Sanskrit-Wort, das mit "Gleichmut" übersetzt wird. Wörtlich bedeutet der Begriff "die Sicht von oben". Dieses Wort bietet ein praktisches Übungsfeld für die bewusste Erkenntnis, und bewusste Erkenntnis wiederum führt zu größerem Gleichmut.
Sie können auch mit dem Begriff "von oben sehen" auf diese Art arbeiten. Greifen Sie eine Situation aus Ihrem Leben heraus, die Sie beunruhigt, über die Sie mehr wissen wollen, die Sie gerne anders erleben würden. Stellen Sie sich vor, dass Sie in meditativer Haltung sitzen und vor Ihnen und um Sie herum spielt sich die Situation ab. Sie sind mitten drin. Lassen Sie uns zum Beispiel sagen, es hat etwas mit Ihrer Vergangenheit, Ihren Kindheitserfahrungen zu tun. Sie stellen sich jetzt also sich selbst mitten in der Situation vor, die Familie um Sie herum tut, was sie auch immer tun mag, streiten, sich zurückziehen, Sie ignorieren oder was auch immer.
Sie sitzen am Fuße eines großen Hügels, zu dessen Spitze ein Pfad führt. Nachdem Sie eine Weile inmitten der Situation Ihrer Vorstellung gesessen haben, stellen Sie sich vor, dass Sie ganz leise aufstehen und sich ein wenig den Pfad hinauf bewegen. Sie befinden sich etwas oberhalb der alten Situation und der Familiendynamik. Während Sie so auf die Situation von oben herabschauen, denken Sie daran, auch sich selbst in der Situation zu sehen. Sie gelangen zwar zu einer größeren Bewusstheit über die Situation, aber Sie sind auch immer noch mitten drin.
Lassen Sie uns dies den "Punkt der Vorfahren" nennen. Sie blicken herab und sehen sich selbst und die anderen, involviert in alt-vertrautem Benehmen, was auch immer das sein mag. Sehen Sie es vom Gesichtspunkt Ihrer Vorfahren, je nachdem, was Sie von Ihren Großmüttern und Großvätern, den Urgroßmüttern und Urgroßvätern, den Onkeln und Tanten wissen. Wenn Sie nicht viel wissen, machen Sie sich einfach nur klar, dass jeder dieser Menschen dort aus einer Linie von Vorfahren kommt, dass all die komplexen Muster, die dort bereits vor Ihrer Geburt ausagiert werden, zu einem genetischen Muster verbunden sind, das über mehrere Jahrhunderte gewoben wurde. Dies mag Ihnen nun helfen, zu verstehen, oder es mag sich wie eine schwere Bürde anfühlen. Denken Sie an den Hügel hinter sich. Seien Sie sich bewusst, dass Sie der Situation nicht allein gegenüberstehen. Sie haben die Unterstützung Ihres Bewusstseins, das all dies verstehen, transformieren und befreien kann.
Während Sie diesen meditativen Pfad hinaufgehen, werden Sie neue Erkenntnisse gewinnen, darüber, wo Sie herkommen oder wer Sie sind. Über Ihnen ist ein weiter, blauer Himmel, und Sie spüren mehr und mehr die offene Weite, die die alte Situation umgibt. Sie fangen an zu sehen, dass das Tal, in dem sich das alte Familienmuster abspielt, das Tal, aus dem Sie kommen, ein Teil eines viel größeren Universums ist.
Nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, um sich bewusst zu werden, dass Sie Ihre Aufmerksamkeit von dem Tal auf den Himmel lenken können und anders herum. Zuweilen möchten Sie vielleicht bei dem Himmel verweilen, dem offenen Raum friedvollen Bewusstseins und friedlicher Akzeptanz, und zuweilen möchten Sie vielleicht bei der Situation im Tal verweilen.
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Nach einer Weile stellen Sie sich sich selbst vor, wie Sie noch einen Schritt weiter auf dem Pfad gegangen sind, sich noch höher auf dem Hügel befinden. Lassen Sie uns dies den "kulturellen oder historischen Standpunkt" nennen. Von hier aus sehen Sie die Familie inklusive sich selbst als Menschen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte der Menschheit leben, sich mit Fragen beschäftigen, die für diese Zeit einzigartig sind, und die doch alte Werte in sich tragen, alte Verhaltensmuster, die von vergangenen geschichtlichen und kulturellen Einflüssen übrig geblieben sind und die jetzt anachronistisch sind, nicht mehr zweckdienlich. Sie sehen, dass jedes Mitglied Ihrer Familie in einem Kontext kultureller und geschichtlicher Kräfte existiert, und Sie schauen sich einige dieser Kräfte lediglich an und identifizieren sie.
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Dann gehen Sie noch ein Stück weiter bergauf. Lassen Sie uns dies den "Ort des Karmas" nennen. Hier schauen Sie nach unten und sehen, dass jeder aus dieser Familie, auch Sie selbst, aus einem karmischen Erfahrungsstrom kommt. Vielleicht ist der Begriff des Karmas nicht Teil Ihres derzeitigen Glaubenssystems. Dann ergreifen Sie jetzt die Gelegenheit und versuchen Sie, Ihre Sichtweise zu verändern. Experimentieren Sie damit, Ihre Familie aus dieser Perspektive zu betrachten: Jedes Familienmitglied hat seine eigene Geschichte, viele Leben voller Erfahrung, die aus ihm gemacht haben, was dieser Mensch jetzt ist. Jetzt haben all diese verschiedenen Menschen miteinander zu tun, auf der Basis ihrer Erfahrungen. Auch wenn Sie nicht das Karma jedes einzelnen Familienmitglieds kennen, so wissen Sie doch, dass es ein ganzes Sammelsurium von komplexen Erfahrungen ist, das jeder einzelne in seine jetzige Lebenssituation mit einbringt. In diesem Leben sind Sie das Kind, in einem anderen waren Sie vielleicht ein Elternteil, ein Bruder, ein Freund oder ein Feind. In diesem Tal da unten wird ein Theaterstück aufgeführt, und die Schauspieler haben schon viele verschiedene Rollen miteinander gespielt.
Der "Ort des Karmas" könnte auch der "Ort der Seelenerfahrung" genannt werden. Hier denken Sie darüber nach, was Sie aus diesen Erfahrungen gelernt haben oder noch lernen, woran Sie sich erinnern müssen, was Sie über sich selbst erfahren müssen, was Sie loslassen und was Sie behalten müssen.
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Jetzt drehen Sie sich um und gehen den Weg weiter hinauf, bis zur Spitze des Hügels. Sie sind sich des weiten blauen Himmels bewusst, des Gefühls von weitem und offenem Raum zum Atmen. Die Familie dort unten erscheint Ihnen auf einmal winzig. Während Sie in diesem Bewusstsein von Weite und Freiheit da sitzen, sehen Sie, wie die Situation unter Ihnen sich in bewegliche Lichtmuster auflöst. Ihnen wird klar, dass dies die energetische Ebene ist. Sehen Sie die Situation als Muster, verwobene Lichtmuster, die sich in fließenden Lichtströmen auflösen. An diesem Ort von oben erfahren Sie das Loslassen von all den anderen Ebenen. In der Anwesenheit dieses immensen Raumes von Bewusstsein wir Ihnen klar, dass Sie von diesem Ort des Bewusstseins das Familienerlebnis aus all diesen unterschiedlichen Perspektiven sehen können.
Was Sie nun feststellen werden, ist folgendes. Wenn es Ihnen gelingt, all diese Familienmuster, die alte Situation, auf diese Art im Licht aufzulösen, zögern Sie jetzt vielleicht, wieder dorthin zurückzukehren, den Ort des Bewusstseins zu verlassen und tatsächlich wieder in die Situation hineinzugehen und mit ihr umzugehen. Sie werden wahrscheinlich in dem Gefühl des Frieden und in dem Über-der-Situation-Stehen verweilen wollen.
Und dennoch, diese Fähigkeit, die Dinge von oben zu sehen, ist nur eine Technik, die Sie erlernen, nur eine Perspektive von vielen. Sie lernen dadurch, die Kontrolle dieses alten Musters über Sie zu lockern, sich selbst aus seiner Gefangenschaft zu befreien. Wie könnten Sie diese Perspektive den Berg mit hinunternehmen, ins Tal?
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Bewusste Erkenntnis bedeutet, dass man die Perspektive, die Sichtweise wählen kann. Sie sind nicht auf eine bestimmte Sicht der Dinge festgelegt. Wenn Sie auf der Spitze des Hügels bleiben müssen, um im Frieden zu sein, dann sind Sie auch auf diese Perspektive festgelegt.
Sie gehen in dieser meditativen Übung jetzt wieder durch alle verschiedenen Phasen zurück, bis Sie wieder mitten in der Situation angekommen sind, zurück im Tal. Können Sie das Bewusstsein dessen, was Sie erfahren haben, mit sich nehmen? Wenn Sie das Tal erreichen, umarmen Sie das Kind, das Sie waren, den Teil Ihrer selbst, der sich die ganze Zeit in der Situation befand, während Ihr Bewusstsein ihn von oben betrachtet hat. Denken Sie daran, dass dieser Anteil von Ihnen vielleicht traurig oder wütend oder einsam oder ängstlich ist.
Werden Sie sich über Folgendes klar: Spüren Sie größeren Gleichmut, ein größeres Verständnis dafür, was in der Situation zu tun ist, spüren Sie vielleicht mehr Mitgefühl für die anderen oder für sich selbst?

Sie können mit dieser Übung auf sehr viele verschiedene Arten arbeiten. Es ist eine sehr komplexe Meditationsübung. Sie müssen Sie vielleicht mehrfach durchlesen und in sich aufnehmen, bevor Sie tatsächlich damit arbeiten können. Sie müssen sie nicht wörtlich befolgen, Schritt für Schritt. Folgen Sie Ihrem eigenen Weg den Hügel hinauf, wählen Sie Ihre eigenen Standpunkte. Denken Sie nur immer daran, wieder herunter zu kommen. Diese Übung hilft Ihnen, Abstand zu einer Situation entwickeln zu lernen, sie klar anzuschauen und dann wieder zu ihr zurückzukehren.   [top]

 

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Bewusstes Denken   [top]

Für die Beschäftigung mit dem Begriff des bewussten Denkens werden wir mit einigen einfachen Übungen beginnen und uns dann später tiefer mit diesem Punkt auseinandersetzen.

Viele unserer Gedanken sind einfach nur automatische Reaktionen auf bestimmte Stimulationen. Unter bestimmten Umständen wird eine Gedankenkette in Gang gesetzt, die wiederum weitere Gedanken hervorruft. Die Art der Gedanken hängt von unseren vergangenen Konditionierungen ab, davon, was wir aufgrund vergangener Erfahrungen gelernt haben zu denken. Viele Menschen erfahren ihren denkenden Verstand als einen nicht enden wollenden Kreislauf, der sich immer wieder um das gleiche dreht und jenseits ihrer bewussten Kontrolle abläuft. Bewusstes Denken bedeutet demzufolge ganz einfach, sich der eigenen Gedanken bewusst zu werden, gewahr zu werden, dass es ein Bewusstsein in uns gibt, das nicht nur denkt, sondern das sich auch der Gedanken bewusst ist. Und dann ist da noch ein Bewusstsein, das sich bewusst ist, dass es sich der Gedanken bewusst ist. Nehmen Sie also einfach einmal Ihre Gedanken wahr. Stellen Sie fest, was Sie denken. Nehmen Sie Ihre gewohnheitsmäßigen Gedankenmuster wahr. Machen Sie sich Sorgen? Machen Sie sich zwanghaft Gedanken? Phantasieren Sie? Planen Sie? Was sind Ihre üblichen Gedankenmuster? Wenn Sie meditieren, versuchen Sie nicht, Ihre Gedanken loszuwerden. Machen Sie es sich für eine Weile zur Gewohnheit, Ihre Gedanken zu beobachten. Fragen Sie sich, wo diese Gedanken herkommen. Wer diese Gedanken denkt. Was sind Gedanken überhaupt? Spielen Sie mit Ihren Gedanken. Beobachten Sie sie mit ein wenig Sinn für Humor, locker und leicht.

So wie Sie die Gedankenmuster identifizieren und die zufälligen Gedanken, die kommen und gehen, werden Sie auch ein Bewusstsein bemerken, das sich des denkenden Verstandes bewusst wird. Dieses Bewusstsein gibt uns letztlich die Möglichkeit, unsere Gedanken auszurichten und in Bahnen zu lenken, Gedanken oder ganze Gedankenmuster aufzulösen, die wir als negativ erfahren. Sie können anfangen, damit zu experimentieren, wie sich Ihr Bewusstsein verlagern, verändern, fokussieren oder ein Gedankenmuster auflösen kann. Die Menschen versuchen, ihre Gedanken willentlich zu beeinflussen. Es wird für Sie ein ganz anderes und neues Erlebnis sein, Ihrem Bewusstsein zu erlauben, Ihre Gedanken zu transformieren. Die Basis dafür ist einfach das Bewusstsein für das Bewusstsein in Ihnen, das sich Ihrer Gedanken bewusst ist.

 

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Bewusste Rede   [top]

Sich seiner eigenen Sprache bewusster zu werden, bedeutet, sich der "Macht des Wortes“ bewusst zu werden. Es heißt, "Am Anfang war das Wort“.

Denken Sie ein wenig über die Macht des Wortes nach. Werden Sie sich klar darüber, welche Auswirkungen Worte auf Sie haben – die Worte, die Sie sich selbst gegenüber gebrauchen, die Worte, die andere zu Ihnen sprechen, die Worte, die uns täglich über die unterschiedlichsten Medien erreichen. Werden Sie sich bewusst, dass Sie die Wahl haben, wie Sie auf diesen beständigen Wortfluss reagieren möchten.

Bewusste Rede kann Bewusstsein, Liebe und Kreativität ausdrücken und verstärken. Sprache ist Geräusch, Geräusch ist Schwingung. Schwingung kann eine heilende und bestätigende Energie transportieren oder eine destruktive Energie. Sie können sich mit bewusster Sprache auseinandersetzen, indem Sie die heilende Kraft des Wortes erfahren.

Wählen Sie ein Wort aus, das für Ihr Empfinden mit starker, positiver Energie besetzt ist. Seien Sie vorsichtig in Ihrer Wahl. Viele Worte, die scheinbar energetisch positiv geladen sind, rufen dennoch gemischte Gefühle in uns hervor. „Liebe“ ist ein gutes Beispiel für so ein Wort. Für viele Menschen sind damit verschiedenste Assoziationen verbunden, unter anderem Angst, Wut und Sorge.

„Om“ ist eine mögliche Wahl für ein neutrales „Wort“, das heilende Schwingung überträgt. Es heißt, es sei die Ursprungssilbe jeglicher Schöpfung. Werden Sie gewahr, wie die Silbe „Om“, wenn sie in einer bequemen Tonlage gesungen wird, in Ihnen sowohl Bereiche der Anspannung löst als auch aufzeigt, und wie sie mit der Zeit Ihre Energie ausbalanciert und harmonisiert.

Sie können ein Wort wie „Om“ dazu benutzen, die Auswirkungen negativer Rede auszugleichen. Wenn Sie von Ihrem inneren „Schwätzer“, den Abendnachrichten oder irgendetwas anderem Gesprochenen völlig überwältigt werden, versuchen Sie es mit der Silbe „Om“ als Gegengewicht.

Eine weitere Technik zur Verbindung mit dem Höheren Bewusstsein, die schon seit vielen Jahrhunderten praktiziert wird, ist die Anrufung. Wenn Sie den Namen des Göttlichen laut aussprechen, dann erweckt dies die göttliche Energie. Das kann man fühlen. Deswegen ist Anrufung eine sehr gute Methode, um eine Meditation zu beginnen. Wenn Sie sich zum meditieren hinsetzen, können Sie zum Beispiel das Höhere Bewusstsein anrufen, indem Sie sagen: "Ich bitte um die Erfahrung der Anwesenheit des Höheren Bewusstseins während meiner Meditation." Sie rufen damit im gleichen Augenblick das Höhere Bewusstsein herbei. Vielen von uns geht es so, dass unsere Gedanken mit uns während der Meditation auf Wanderschaft gehen. Wenn Sie alleine meditieren, dann wiederholen Sie die Anrufung laut so oft, wie Sie es brauchen, während Sie meditieren. Die Stimme trägt Energie; Laute sind Energie. Dies ist ein bewusster Umgang mit dem gesprochenen Wort, um zu einem größeren Bewusstsein zu kommen. Sie können Ihre Sprache bewusst einsetzen, um den geistigen Zustand zu erfahren, den Sie gern erfahren möchten. "Ich möchte größeren Frieden erfahren." "Ich bitte darum, mehr Liebe in meinem Herzen zu fühlen." Wenn Sie damit experimentieren, Ihre Wünsche laut auszusprechen und die Vibration Ihrer Stimme in Ihrem Körper zu fühlen, werden Sie bemerken, dass die Energie dessen, was Sie anrufen wirklich spürbar wird, wenn auch nur für einen Augenblick.

Deswegen ist es so wichtig, sorgsam mit dem umzugehen, was wir sagen. Wenn wir viel Zeit damit verbringen, negative Dinge zu äußern, ob über einen anderen Menschen oder uns selbst, dann verstärken wir damit die negative Energie. Mit Mitgefühl und Verständnis über den eigenen Schmerz zu sprechen oder den Schmerz eines anderen Menschen, bringt die Energie des Mitgefühls und des Verständnisses mit sich. Es geht also nicht darum, das Negative zu verleugnen und zu unterdrücken und ausschließlich über das Positive zu sprechen - es ist die Energie, mit der die Worte ausgesprochen werden, die die Wirkung der Rede bestimmt.

Wenn Sie die Technik der Affirmation praktizieren, ist es ebenfalls sinnvoll, Ihre Affirmationen laut auszusprechen. Fühlen Sie die Schwingung Ihrer Stimme in Ihrem Körper. Sie fangen dann an, die Wahrheit in der Affirmation nicht nur mit Ihrem gewöhnlichen bewussten Verstand wahrzunehmen, sondern ganz tief mit ihrem Zellbewusstsein.

Setzen Sie sich in eine meditative Haltung, rufen Sie das Höhere Bewusstsein an, meditieren Sie ein paar Minuten und sprechen Sie die Affirmation dann laut, wie auch immer sie lauten mag. Spüren Sie die Vibration Ihrer Stimme in Ihrem Herzen und Ihrem ganzen Körper. Dies erschafft Resonanz, um alte Muster zu verändern und neue Erfahrungen anzuziehen. Es erlaubt Ihnen, sich selbst auf eine neue Art und Weise zu erfahren. Sie finden dann Ihre eigenen Affirmationen. Sie wissen dann aus sich heraus, was Sie affirmieren möchten. Ihre eigene Affirmation zu finden, bedeutet bewusst zu denken. Sie laut auszusprechen, bedeutet bewusst zu sprechen. Diese Affirmation tatsächlich zu leben, bedeutet bewusst zu handeln.   [top]

 

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Bewusstes Handeln   [top]

Vielleicht kann man sagen, dass bewusstes Handeln bedeutet, im Einklang mit dem eigenen inneren Wissen zu handeln. Viele Menschen fühlen eine Spaltung zwischen Ihrem tiefen inneren Gefühl und Ihrem tatsächlichen Handeln. Wir wachsen auf und lernen, uns gemäß äußeren Erwartungen und Regeln zu verhalten. Bewusst zu handeln bedeutet, das Risiko einzugehen, man selbst zu sein, oder auch sich darüber im Klaren zu sein, dass man gerade eine Rolle spielt, eine Maske trägt, anstatt dies aus reiner Gewohnheit, Angst oder Anpassung automatisch zu tun.
Bewusstes Handeln bedeutet, die Wahl zu haben - sie zu erkennen und auszuüben.
Bewusstes Handeln bedeutet, aus bewusstem Denken und bewusstem Erkennen heraus zu handeln.    
Bewusstes Handeln entsteht aus dem Bewusstsein heraus, dass Sie ein Teil des großen Lebensnetzes sind und dass Sie die Verantwortung dafür tragen, im Einklang mit diesem Netz zu handeln.    
Bewusstes Handeln bedeutet, nicht aus alter Gewohnheit und Konditionierung zu reagieren.
Bewusstes Handeln bedeutet, sich für das Höhere Bewusstsein in sich selbst zu öffnen.
Hier folgt ein Gebet, um Sie zu bewusstem Handeln zu bewegen:    
Ich bitte um Öffnung für das Höhere Bewusstsein, das meine wahre Natur ist. Mögen meine Handlungen aus diesem Bewusstsein hervorgehen.

 

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Die Erschaffung eines bewussten Selbst   [top]

Meditation zur freien Wahl
Das bewusste Selbst weiß, dass es die Möglichkeit besitzt, eine Wahl zu treffen. Wir können unsere Fähigkeit zu wählen weiterentwickeln, indem wir uns schlicht und einfach selbst bestätigen, dass eine freie Wahl möglich ist. Selbst wenn äußere Umstände oder innere Gemütszustände überwältigend scheinen, können wir versuchen, uns ins Gedächtnis zu rufen, dass wir die Wahl haben, wie wir darauf reagieren. Um das bewusste Selbst zu entwickeln, fragen Sie sich selbst am besten mehrmals am Tag, wenn Sie sich mit alltäglichen oder schwierigen Umständen konfrontiert sehen – was ist hier meine Wahl? Dieser Augenblick des Bewusstseins, der Raum, der Atem und die Anerkennung der freien Wahl verändert Ihre Erfahrung der äußeren Umstände und bringt Sie zu sich selbst zurück.

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Transformations-Meditation
Bevor Sie mit dieser Meditation beginnen, nehmen Sie sich bitte einen Moment Zeit und reflektieren Sie über den Begriff „Selbst“. Was ist es, was Sie „sich selbst“ nennen? Bedenken Sie, dass ein Großteil dessen, was wir unser „Selbst“ nennen, auf vergangenen Erfahrungen und Konditionierungen aufgebaut ist. Was wir glauben, unsere Werte und unsere Ansichten von der Welt sind vielleicht erlernte Gewohnheiten, Muster, die wir aus unserer Kindheit, aus unserer Kultur und unserem Karma mitbringen. Die folgende Meditation hilft uns dabei, ein größeres Bewusstsein zu erwecken, das die Fähigkeit besitzt, die alten Muster, die wir in uns tragen, zu transformieren.

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In dieser Meditation arbeiten wir mit Licht. Licht ist eine fassbare, sichtbare Energieform. Es repräsentiert die transformative, kreative Kraft des Universums.
Außerdem machen wir Visualisierungen. Das heißt aber nicht, dass Sie unbedingt Bilder vor Ihrem geistigen Augen sehen müssen. Falls Sie das können - wunderbar. Falls nicht, erspüren Sie einfach, was passiert oder beschreiben Sie sich selbst den Vorgang mit ihren eigenen Worten.

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Diese Meditation konzentriert sich auf die Chakren, den primären Energiezentren, die in vielen alten spirituellen Traditionen beschrieben werden. Sie werden unterschiedliche Meinungen darüber finden, was jedes einzelne Chakra bedeutet. Es steht Ihnen völlig frei, diese Meditation so zu verändern, dass Sie zu Ihrem Verständnis der Chakren passt.
Fangen Sie an, indem Sie ruhig dasitzen und auf Ihren Atem achten. Stellen Sie sich einen Punkt goldenen Lichts am Kronenchakra, oben auf Ihrem Kopf, vor. Spüren Sie einfach nur, wie das Licht in Sie einströmt.
Dann visualisieren Sie einen Punkt aus goldenem Licht am sogenannte dritten Auge, in der Mitte Ihrer Stirn. Sagen Sie im Stillen zu sich selbst „Dieses Licht steht für die Transformation meiner Wahrnehmung, meiner Gedanken und meines Verständnisses.“
Jetzt stellen Sie sich einen Punkt goldenen Lichts am Kehlkopfchakra vor, unten an Ihrem Hals. Sagen Sie sich in Gedanken „Dies stellt die Transformation meiner Sprache und meines Gehörs dar.“
Stellen Sie sich den goldenen Lichtpunkt am Herzchakra und am Solar Plexus vor und sagen Sie leise zu sich selbst „Dies stellt die Transformation eminer Gefühle dar.“
Dann visualisieren Sie einen goldenen Lichtpunkt am zweiten Chakra, unterhalb des Nabels, sowie einen am Basischakra, zwischen Ihren Beinen. Sagen Sie in Gedanken „Dies steht für die Transformation meines Willens, meiner Macht und meines Körpers.“
Bleiben Sie eine Weile so sitzen, mit allen sieben Lichtpunkten. Stellen Sie fest, wo es Sie hinzieht. Vielleicht möchten Sie sich auf einen bestimmten Punkt noch mehr konzentrieren. Die „Transformation der Gefühle“ könnte Sie zum Beispiel dazu führen, über die Umwandlung von Angst in Liebe oder von Wut in Mitgefühl nachzusinnen. Der Schwerpunkt dieser Meditation ist es jedoch einfach, sich selbst für die Möglichkeit zu öffnen, dass es ein größeres Bewusstsein gibt, das uns bei der Transformation alter Muster, die wir in uns tragen, behilflich sein kann.
Zum Abschluss der Meditation erlauben Sie jedem Lichtpunkt sich aufzulösen und stellen Sie sich vor, dass die Energie jedes dieser Punkte mit Ihrem Körper verschmilzt und dabei Ihrem ganzen Wesen Energie zuführt.

 

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Mögen alle Wesen glücklich, friedvoll und frei von Leid sein.
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